FSC- versus Recycling- versus Steinpapier

03.10.2015

Etwa ein Drittel der Landfläche der Erde, mehr als vier Milliarden Hektar, sind Wälder. Sie beherbergen unzählige Tier- und Pflanzenarten, regulieren das Klima, kühlen die Böden und speichern unsere Süßwasservorräte. Wälder sind zudem Lebensgrundlage für Menschen.

Jährlich nimmt diese Waldfläche um durchschnittlich 13 bis 18 Millionen Hektar ab. Dies entspricht rund 35 bis 50 Fußballfeldern pro Minute. Das ist nicht erst seit heute so, sondern zieht sich bereits durch die Jahrhunderte, gerade auch in Mitteleuropa. Schon die Kelten haben Unmengen an Holz gerodet und die Landschaftsbilder schon seinerzeit teils dramatisch verändert.

Was ist ein umweltfreundliches Papier?

Die Frage ist sehr einfach zu beantworten: Umweltfreundlich ist Papier, das gar nicht erst verwendet und produziert wird. Das geht natürlich nicht, denn selbst wenn der Papierverbrauch drastisch reduziert würde, bliebe immer noch eine stattliche Verbrauchsmenge übrig. Nach den USA, China und Japan ist Deutschland der viertgrößte Papierproduzent der Welt (etwa 26,3 Millionen Tonnen in 2006). Nach den USA ist Deutschland der zweitgrößte Papierimporteur der Welt (etwa 11,6 Millionen Tonnen in 2006) und Deutschland verbraucht so viel Papier wie die Kontinente Afrika und Südamerika zusammen.

Diese Zahlen machen deutlich, dass selbst nach einer Verbrauchsreduzierung gewaltige Mengen verbleiben. Außerdem sind Drucksachen nach wie vor wichtige Kommunikationsmittel und können nicht vollständig von digitalen Medien substituiert werden. Und gerade wegen der zunehmenden Fokussierung auf digitale Medien, liefern Drucksachen häufig weit bessere Responses als digitale Werbeträger.

Umweltfreundliches Papier wird gar nicht erst verbraucht oder es wird keine Frischfaser verwendet, was bei allen üblichen Papieren der Fall ist. Die derzeit einzige vollständig holzfreie Alternative ist Steinpapier. Für die Herstellung wird deutlich weniger Energie und Wasser sowie keine Holzfaser verwendet – es besteht zum großen Teil aus Steinmehl und Harz.


Steinpapier - die umweltfreundlichste Alternative

Die einzige vollständig nachhaltige Alternative zu Frischfaser- oder Recyclingpapieren ist Steinpapier: Es wird zum großen Teil aus reinem Steinmehl gewonnen und mit einem Kunstharz gebunden, das bei der Verbrennung keine giftigen Stoffe emittiert. Außerdem verbraucht die Herstellung dieses Papiers signifikant weniger Energie und Wasser. Die Bezeichnung „Tree-free“ hat dieses Papier aus gutem Grunde: Es wird kein Baum gefällt, da überhaupt keine Holzfaser verwendet wird. Mit dem Cradle-to-Cradle-Zertifikat und der Erfüllung der REACh- und RoHS-Richtlinien sowie mit ISO 14001-2004 zertifiziert, gilt es derzeit als das umweltfreundlichste Papier auf dem Markt.

Da Steinpapier auf den gesamten Druckauftrag gerechnet derzeit fast doppelt so viel kostet, ist es wohl nicht für jeden Druckauftrag die richtige Wahl. Geht es jedoch um ein konsequent nachhaltiges Image oder wenn bestimmte Eigenschaften (Reißfestigkeit, Wasserfestigkeit, hervorragende Schreibeigenschaften, etc.) gefragt sind, gibt es kein optimaleres Papier. Das Argument, dass überhaupt keine Bäume gefällt werden müssen, ist bestechend, denn die in den letzten Jahren entstandenen effektiven Fichtenbaumplantagen haben mit den für uns Menschen so wichtigen gesunden Laub- und Urwäldern nichts mehr gemein.

Menschen atmen Bäume

Menschen und Bäume leben in einer lebensnotwendigen und überlebenswichtigen Symbiose zusammen. Die Schutzbedürftigkeit besonders von Buchen- und Eichenwäldern gilt nicht nur dem Schutz des Klimas. Bäume sind des Menschen Lebenselixier:


Menschen und Bäume leben eine enge Beziehung auf der Erde. Was der Mensch einatmet, spenden u. a. Bäume, die wiederum einatmen, was Menschen ausatmen.


Die Luft, die wir einatmen enthält circa 20,9 % Sauerstoff, 78,1 % Stickstoff, 0,93 % Argon und 0,035 % CO2. Die Luft, die wir ausatmen hingegen 16 % Sauerstoff, 80 % Stickstoff + Argon und 4 % CO2. Im Durchschnitt atmet ein Mensch neun Liter Luft pro Minute, was circa 7 Gramm CO2 entspricht. Hochgerechnet auf ein Jahr im Durchschnitt also circa 380 Kilogramm CO2 jedes Jahr.

So gesehen trägt jeder Mensch einen kleinen Teil zum sogenannten Treibhauseffekt bei, denn C02 gilt als Treibhausgas und mitverantwortlich für die Erderwärmung. Hochgerechnet auf circa 80 Millionen Deutsche ergibt das eine CO2-Emission von circa 30 Millionen Tonnen pro Jahr.

Weltweit beträgt der Anteil an der gesamten CO2-Emission durch Menschen und Tiere, der Anteil an dem Gas also, das als einer der Hauptgründe für den Klimawandel genannt wird, bei 20 bis 25 Prozent. Ohne zusätzliche Emissionen durch die Industrie, könnte diese Menge problemlos u. a. durch die weltweiten Waldflächen kompensiert werden.

Bäume atmen Menschen

Im Rahmen der Photosynthese entnehmen Bäume das Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Bäume mögen Zucker, wie wir Menschen. Das Geheimnis der Zuckerherstellung liegt in der grünen Farbe der Pflanzen. Sie ist in Form kleiner Körner in den Blättern verteilt und wird Blattgrün (Chlorophyll) genannt. Ihm kommt die Fähigkeit zu, aus einem Teil der Luft, dem Kohlendioxid (C02) sowie aus Wasser, das der Baum dem Boden entnommen hat, unter Mithilfe des Sonnenlichtes Zucker aufzubauen; dabei wird Sauerstoff an die Luft abgegeben.


Gesunde Mischwälder binden signifikant mehr Treibhausgase wie CO2, im Vergleich zu immer häufiger auftretende Fichtenwald-Plantagen, die zudem deutlich weniger Sauerstoff an die Atmosphäre abgeben. Gesunde Misch- und Laubwälder fallen zertifizierten Flächen häufig zum Opfer.


Soviel Treibhausgas (CO2) atmet ein Baum

Eine Buche, die 120 Jahre alt und circa 35 Meter hoch gewachsen ist, hat einen Durchmesser von circa 50 cm (gemessen auf 1,3m Höhe). So ein Baum bindet circa zwei Tonnen des Treibhausgases CO2. Um eine Tonne CO2 aufnehmen zu können, muss die Buche alleine schon etwa 80 Jahre wachsen. Das heißt: Pro Jahr bindet die Buche circa 12,5 Kilo des Treibhausgases, grob drei Prozent dessen, was ein Mensch jährlich an CO2 ausatmet.

So eine Buche produziert als Mittelwert für ein ganzes Jahr gerechnet circa 15 bis 20 Kilo Sauerstoff täglich, während ein Mensch täglich im Mittel etwa ein bis drei Kilo Sauerstoff verbraucht. Damit versorgt ein Baum zudem circa zehn bis 15 Menschen mit Sauerstoff.

Circa 1,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff sind derzeit in deutschen Wäldern gespeichert. Das entspricht in etwa 4,4 Milliarden Tonnen CO2. Umgerechnet auf einen Hektar Wald werden so pro Jahr über alle Altersklassen hinweg circa 13 Tonnen CO2 kompensiert.

Eine Buche mit der gleichen Höhe und dem gleichen Durchmesser kann fast eine Tonne mehr CO2 speichern als eine Fichte, da die Holzdichte höher ist. Darum sind besonders Laubwälder so wichtig und keine aufgeforsteten Fichtenwälder, wie sie in Deutschland sehr häufig stattdessen angepflanzt wurden, um den Ansprüchen der Industrie gerecht zu werden.

Recycling besser als FSC

Mit der Herstellung von Recyclingpapier wird die Grundidee einer nachhaltigen Produktion sicher noch konsequenter gelebt als bei FSC-Papier aus Frischfaser. Allerdings lässt sich Papier nur einige Male recyceln, da sich die Fasern mit jedem Recyclingvorgang verkürzen und das Papier an Stabilität verliert. Umweltverbände raten, FSC-Papier nicht an Stelle von Recyclingpapier zu verwenden, sondern nur dort einzusetzen, wo aus technischen oder ästhetischen Gründen ein weißes oder hochweißes Papier gewünscht ist. Demnach sind Recyclingpapiere nach Steinpapier die zweitbeste nachhaltige Möglichkeit, Papier zu bedrucken.

Problematik mit forstwirtschaftlich zertifizierten Wäldern

Eines der meistgenannten Probleme mit sogenanntem Papier aus zertifiziertem Anbau sind die aufgrund der wirtschaftlichen Interessen z. B. vom FSC einzugehenden Kompromisse. Macht hier nämlich die Holzindustrie nicht mit, ist das Label an sich schon obsolet. Darum, so die Kritik einiger Experten, ist der FSC ein Kompromiss. Die Wirtschaft hat es insbesonders auf die schnelle Produktion von Holz abgesehen, was dazu führt, dass immer mehr der besonders wichtigen Laubwälder landwirtschaftlich betriebenen Fichten-Monokulturen weichen müssen – sie prägen mittlerweile häufig die Landschaftsbilder in deutschen Wäldern.


Der FSC selber bezeichnet sich nicht als Umweltlabel und hat bereits 2012 eine Informationskampagne gestartet, um Verbraucher über die Funktionen des Unternehmens besser aufzuklären. Der FSC ist ein Kompromiss zwischen den Belangen der Holz- und Forstwirtschaft und gewissen Standards bei der nachhaltigen und fairen Bewirtschaftung von Waldflächen.


Und dennoch erfüllt der FSC wichtige Funktionen in der Massenholzverarbeitung, nicht nur, was wenigstens gewisse Standards betrifft, sondern auch bei Themen wie Menschenrechte (faire Löhne und Arbeitsbedingungen etc.). Doch was kann der FSC wirklich leisten?

Wie nachhaltig ist FSC-Papier?

Der FSC ist ein bei Verbrauchern bekanntes Label. Viele Verbraucher denken, es handelt sich hier um ein Umweltpapier oder der FSC sei eine Art Ökolabel. Das stimmt nur bedingt. Der FSC (Forest Stewardship Council) wurde auf einer Gründungsversammlung 1993 im kanadischen Toronto geründet, initiiert und gewollt u. a. vom WWF, Greenpeace, Gewerkschaften sowie betroffenen Bevölkerungsgruppen. Seither hat das Thema Waldschutz kaum an Bedeutung verloren, denn wie erwähnt werden weltweit immer noch riesige Waldgebiete vernichtet, wobei die Angaben über die Fläche zwischen 130.000 und 180.000 Quadratkilometern pro Jahr schwanken.

Waldarbeiter, -besitzer und -bewohner leiden auch heute noch unter schlechter Bezahlung oder werden gleich ganz aus der Wertschöpfungskette verdrängt, abgesehen von immer noch häufig ignorierten Mindestanforderungen im Umweltschutz.

Die zehn FSC-Prinzipien für nachhaltige Waldbewirtschaftung spiegeln die Absicht wider, eine wirtschaftlich vernünftige, nachhaltig orientierte und sozial gerechte Waldbewirtschaftung zu erreichen, so der FSC. Vor allem aber sollen die Vermarktungschancen von nachhaltig produziertem Holz verbessert werden. Ursprünglich waren bestimmte Standards nur für die Forstwirtschaft gedacht, quasi als Nachweissystem einer verantwortungsvollen Waldwirtschaft.

Dieser Gedanke ist bereits vor einigen Jahren auf die gesamte Produktkette übertragen worden, damit der Weg des Holzes aus dem zertifizierten Wald bis hin zum fertigen Produkt, beispielsweise einer Drucksache, verfolgt werden kann.

Zertifizierung der Produktkette

Diese Produktkettenzertifizierung, (Chain of Custody, COC) steht für die Absicht, das einmal zertifizierte Holz im Auge zu behalten. Warum? Holz und Papier gehen auf die Reise, werden bearbeitet, verändert, ergänzt und müssen dennoch in der gesamten Lieferkette als FSC-zertifiziert verifizierbar sein. Nur so wird ein Schuh aus dem System, denn sonst kann eine Vermischung von Holz oder Papier während eines Fertigungsprozesses nicht ausgeschlossen werden und das Label wird ad absurdum geführt.

Dem FSC haben sich weltweit mehr als 1.200 Waldbesitzer angeschlossen, die zusammen eine Fläche von mindestens 150 Millionen Hektar Wald besitzen oder bewirtschaften.


Für einige Mediendienstleister ist das Glas beim FSC halb voll, andere sehen es halb leer. Fakt ist, dass der FSC auf Basis der derzeit wirtschaftlich noch notwendigen Massenholzverarbeitung, die Summe dessen in Kooperation mit der Holzwirtschaft erreicht hat, was ohne sein Zutun nicht möglich gewesen wäre. Das bedeutet aber auch, dass der verklärte Blick, der FSC sei ein Umweltlabel, nur bedingt richtig ist.


In Deutschland sind mindestens 550.000 Hektar Waldfläche zertifiziert, verteilt auf weit über 100 Waldbesitzer, die das FSC-Forest-Management (FM)-Zertifikat besitzen.

Der Chain-of-Custody-Methode haben weltweilt mindestens 22.500 Unternehmen zugestimmt, in Deutschland circa 1.600, davon gut 700 Druckereien, mal mehr, mal weniger, denn es gab und gibt immer wieder Druckereien, die den FSC wieder verlassen – einerseits da sie vom System nicht überzeugt und den FSC nicht als Ökolabel betrachten, andererseits, da die Nachfrage die Kosten nicht rechtfertigen – meistens deshalb nicht, da nachhaltige und zertifizierte Papier nicht ausreichend beworben werden. Nachhaltigkeit muss proaktiv kommuniziert werden.

Mit seiner fast mehr als 20-jährigen Erfahrung kennt der FSC diese Pro- und Contra-Argumente aus der Druckbranche. Es wird häufig gefragt, ob sich die Zertifizierung lohnt und sich der Zeit- und Kostenaufwand amortisiert.

Warum nicht nur Produzenten und Großhändler zertifizieren?

„Natürlich hören wir auch kritische Stimmen aus der Druckbranche und werden gelegentlich gefragt, ob sich Prozesse nicht vereinfachen lassen und die Kosten nicht besser auf die Papierproduzenten oder -großhändler verlagert werden könnten“ , so Dipl.-Forstwirt Thomas Häbe, zuständig für Marketing und Unternehmenskommunikation beim FSC. Andererseits, meint Thomas Häbe, „[…] will der Markt ein hochwertiges Label und überwachte Lieferketten, gerade weil ein Zertifikat Glaubwürdigkeit nur so kommunizieren kann, ohne die keine Instanz ein überzeugendes Image aufbauen kann.“ Und damit sei die Frage nach einem gewissen Aufwand schon beantwortet. „Niemand will einen sinnfreien Umwelt- oder Waldorden. Das bedingt einen gewissen Arbeitsaufwand, der auch etwas kostet.“

Und warum reicht die Zertifizierung von Papierfabriken und Großhändlern nicht aus? „Die Zertifizierung nur von Großhändlern und Produzenten würde einen Riss in der Lieferkette mit sich bringen. Wenn Druckereien die Ware verändern oder verarbeiten oder andere Sorten hinzukommen, hat der Endabnehmer keine Garantie mehr dafür, dass sämtliche Rohstoffe seines Druckerzeugnisses hundertprozentig FSC-konform sind“ , so Häbe in einem Interview mit dem Branchenportal druckdeal.de.

Kritische Bewertung durch Nähe zur Holz- und Papierwirtschaft

Der Einfluss des FSC gegenüber der Holz- und Papierwirtschaft wird unterschiedlich bewertet. Einige kritisieren, der FSC mache sich finanziell gerade von solchen Unternehmen abhängig, die er kontrollieren soll.

Thomas Häbe im o. g. Interview: „Deshalb gibt es die Brücke mit den unabhängigen Zertifizierungsorganisationen [...].“ Die Holzwirtschaft wolle und müsse Gewinne erwirtschaften. Diese Unternehmen davon zu überzeugen, wie umfangreich auch immer auf einen Teil des Gewinns zu verzichten – daran arbeitet der FSC. Der Dreiklang in der Nachhaltigkeit „Ökonomie, Ökologie und Soziales“ beschreibt das Konzept des FSC, einen konstruktiven Dialog zu initiieren und gangbare Kompromisse zu finden.

Der FSC ist kein Umwelt- oder Ökolabel

„Unsere Dreikammer-Struktur mit Umweltkammer, Sozialkammer und Wirtschaftskammer setzt bei Entscheidungsprozessen stets den Konsens aller drei Kammern voraus“, so konkretisierte der FSC bereits in einem Jahresbericht 2012 die Aussage, in dem erstmals das neue Kommunikationskonzept des FSC erläutert wird. Dass die Wirtschaftskammer zu stark sei und durch den FSC ganz und gar nicht darauf fokussiert werde, vor allem so wertvolle Buchen- und Eichenwälder zu schützen, wird immer wieder kritisiert. Der FSC ist sich nach eigenen Angaben der hohen Erwartungen bewusst, die an das Label geknüpft werden und gelegentlich sogar über das hinausgehen, was der FSC erreichen will oder kann. „Das FSC-Label wird häufig fehlinterpretiert und für Aussagen genutzt, für die es nicht steht. Zum Beispiel, es sei ein „grünes“ Label oder ein Ökolabel.“ Das streitet Häbe ab, denn dem sei nicht so.


Um derart schöne Waldflächen und die für Menschen so wichtigen Laubmischwälder zu erhalten, bleibt nur die Alternative Steinpapier. Das Material wird aus gutem Grunde als "Tree-free" bezeichnet, da keine einziger Baum für seine Produktion gefällt werden muss.


Besser realistische Kompromisse als gar kein Standard

„Die Kommunikation und Darstellung des FSC, sowohl durch den FSC selbst als auch durch die Medien und Partner, hat in der Vergangenheit Erwartungen in der Öffentlichkeit erzeugt, die der FSC in dem Umfang nicht immer erfüllen kann“ , so der FSC schon 2012 und dass man künftig deutlicher kommunizieren wolle, was der FSC leiste und für was er eben nicht stehen würde.

Sowohl der FSC als beispielsweise auch der WWF, der ebenfalls immer wieder in die Kritik geraten ist, Monokulturen zu fördern und im Grunde ein Verband der Großindustrie zu sein, moderieren zwischen ganz unterschiedlichen Interessen, um realistische Verbesserungen durchzusetzen. Wie erwähnt, sind Kompromisse mit der Waldwirtschaft unvermeidlich.

Der FSC spricht darum und auch nach einiger Kritik erfreulicher- und nicht erstaunlicherweise auch mit der Industrie und den Waldbesitzern, denn gerade diese Instanzen müssen freiwillig mit ins Boot kommen und akzeptieren bestimmte vom FSC beschriebene Standards auf internationaler Basis. Dieser Standard ist bis heute immerhin die Summe aller Verbesserungen, die ohne den FSC nicht zustande gekommen wären.

Fazit

Der FSC bietet eine sinnvolle Möglichkeit für Printbuyer, solche Druckdienstleister zu erkennen, die sich realistischen Standards in der Forstwirtschaft stellen. Eine besere Alternative sind Recyclingpapiere. Printbuyer, die jedoch z. B. aus Imagegründen absoluten Wert auf nachhaltiges Papier legen, kommen de facto am Einsatz von Steinpapier nicht vorbei. Es ist der einzige hundertprozentige wald- und baumschonende Bedruckstoff. Steinpapier mit dem Cradle-to-Cradle-Zertifikat liefert die optimale Botschaft für Nachhaltigkeit, da es auch die REACh- und RoHS-Richtlinien erfüllt sowie mit ISO 14001-2004 zertifiziert ist.

0 Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Filtered HTML

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <blockquote> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA

Diese Aufgabe hat den Zweck, sicherzustellen das kein unerwünschter Spam eingegeben werden kann.

Bild-CAPTCHA

Nicht fündig geworden in unserem Shop? zum Anfrageformular!